OsterMorgen 2017

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Jeder Ostermorgen beginnt mit diesem heiligen Schweigen. Wenn die Luft noch nach dem Rauch des Osterfeuers riecht und die ersten Sonnenstrahlen durch den Frühnebel dringen. Dann machen wir uns auf den Weg zu dem kleinen Bach, der mitten durch den hohen Tannenwald fließt. Auch unsere Schritte schweigen auf dem weichen, mit Tannennadeln bedeckten Boden. Die Welt liegt leise, nur hier und da ein Vogelruf und das Murmeln des Wassers. Ich beuge mich zu der Quelle, um mein Gesicht mit Osterwasser zu waschen, meine Haut zu benetzen.

Erst danach dürfen wir miteinander reden, uns etwas wünschen. Flüsternd. Frieden. Es ist, als finde der Frühling hier in der Waldeinsamkeit seinen Ursprung, der Frühling ist waldeigen, er kommt nicht in die Stadt.

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