Den Weg noch einmal gehen

Skulptur: Pauline Ohrel Sculptor

„Nachtgebet“:

Nicht länger hoffen,

es wäre anders gekommen.

Nicht länger halten,
was gehen will.
Nicht länger vermeiden,
was an der Schwelle steht.
Nicht länger suchen,
was dem Augenblick fehlt.
Nicht länger wachen.
Dem Dunklen der Nacht
vertrauen.

Gianna Wedde

Nicht länger suchen, was dem Augenblick fehlt. Nein, finden. Nicht länger vermeiden, sondern die Schwelle überqueren in neue Räume. Höhere, Weitere. Neuen Horizonten entgegen. Noch einmal dort beginnen, wo ich vor vielen Jahrzehnten gestanden. Dort im Hofgarten, den Blick zum imposanten Palast mit seinen sieben Fakultäten. Damals begann der Weg dort selbstverständlich. Heute beginnt er voller Demut. Demut, das Leben noch einmal neu schreiben zu dürfen und genau zu wissen, wo es hingegen soll und wird. Die Historie der Kunst zu studieren. Nicht länger im selbstgesteckten Rahmen zu praktizieren, sondern das Große und Weite der eigenen Passion zu ergründen, zu verstehen, zu betrachten und zu erforschen. Hungrig nach Mehr.

Dem Hellen des Lebens vertrauen!

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