Mein Meer

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Seit ich lebendig sein will

träum ich mich ins Meer.

Andächtig und wild

möcht ich mich vermeeren

möchte die Wellen und dunklen

Herzschläge hören

im Klang der Ozeane.

Es meert in mir.

Es meert in mir ganz wild.

Hannelore Elsner

 

Seit ich lebendig bin träum auch ich mich ins Meer. Wandere  unermüdlich dem Meer entgegen. Meerwasser in meinen Adern, statt Blut. Halt mir die Ohren zu, ich kann dich dennoch hören. Halt mir die Augen zu ich kann dich trotzdem sehen. Selbst ohne Beine kann ich zu dir gehen, steh staunend am Spülsaum und lausche deinen Wellen. Vernehme deine klagenden Klänge und triumphierenden Gesänge. Wild wellendes Meer, mal gefräßige Flut, mal nachtstille See. Du, mit deinem sich wandelnden Gesicht, deinem ewigen Raunen, deiner einzigartigen Magie. Du Meer,  bist größer, als alle Kathedralen. Du Meer, an dich möchte ich mich verschwenden! 

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