Der letzte Schnee

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Arno Camenisch beschreibt in seinem Roman „Der letzte Schnee“ ein langes Warten. Das Warten in den Bündner Bergen auf Schnee. Tag um Tag. Vergebens. Am Ende verschwindet das Tal im Nebel, das Dorf unter einem Schleier, selbst die Sprache schmilzt. Und … die Zeit bleibt stehen. Das Lied der Kindheit, welches das Knirschen des Schnees unter den Schuhen war, bleibt Erinnerung.

Das Lied der Kindheit … bleibt es nicht immer ein wehmütiges Suchen? Bleibt es nicht ein Warten? Ein Erwarten, dass diese Zeit noch einmal auflebt, das Damals zum Heute wird? Die Melodie wieder hörbar wird, wenigstens für eine kleine Weile?

Der letzte Schnee ist geschmolzen. Das Lied er Kindheit verklungen. 

Stille.

Eine Stille aus der heute Neues entsteht. Ton um Ton. Dreiklang. Drei Töne bilden die Komposition des Jetzt. Reduktion auf das Wesentliche. Klar. Alles Unwesentliche fällt ab. Vollkommenheit gelingt in der Klarheit. 

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